Wissenswertes rund um die Biggetalsperre bzw. den Biggesee...
Erster Spatenstich in den fünfziger Jahren
In den 50er Jahren (1956) wurde durch den Landtag von NRW beschlossen,
die Biggetalsperre zu bauen. Grund für den Bau war neben der Sicherstellung
von Trinkwasser für das Ruhrgebiet, auch die Regulierung der beiden Flüsse
Ruhr und Lenne. Daneben wird die Talsperre heutzutage zur Stromgewinnung genutzt.
Ein Wasserkraftwerk erzeugt jährlich eine grosse Menge an Strom. Der Biggesee
ist mit einem Fassungsvermögen von circa 177 Millionen Kubikmeter Wasser die 5.
grösste Talsperre in Deutschland.
Umsiedelung für den Bau
Damit der Bau realisiert werden konnte, mussten über 2.500 Menschen ihre Häuser aufgeben
und wurden in benachbarte Gebiete umgesiedelt. Mit den Orten "Neu-Listernohl", "Eichhagen" und "Sondern-Hanemicke",
entstanden neue Ortschaften. Auch die Marien-Kappelle in Waldenburg
musste dem See weichen und wurde an das neue Ufer verlagert.
Der "Biggepfennig"
Zur Finanzierung mussten damals alle Wasserbezieher pro Kubikmeter Wasser den sogenannten
"Biggepfennig" bezahlen. 1,2 Pfennig musste jeder Bürger dafür "berappen".
Die Biggetalbahn
Entlang des Biggesees wurde die eingleisige "Biggetalbahn" gebaut, die stündlich von Olpe bis Finnentrop verkehrt.
Mehrere Haltepunkte gibt es direkt in See-Nähe. Der Bahnhof im "Hafen von Sondern" ist der einzige Seehafen
in ganz Nordrhein-Westfalen.
Quelle: Wikipedia.de